JTI HOP · Ploom Bonusprogramm
Der eigene
Track-&-Trace-Scanner
Die technische Seite — von der gemieteten Blackbox zum lizenzfreien Eigenbau, der jede Packung prüft.
Die eine Botschaft
Aus gemietet wird selbst gebaut.
Ein eigener Scanner, der jede einzelne Packung prüft, keine Lizenz kostet und sowohl EVO als auch das neue LYO versteht.
Ausgangslage
Bisher: ein Taxi, kein eigenes Auto
- Fremdes „Fenster im Fenster" (iFrame) von Sensory Minds
- Laufende Lizenzkosten (kommerzielles Barkoder-SDK darunter)
- Keine eigene Kontrolle über Verhalten & Aussehen
- Bruch im Händler-Ablauf — raus aus unserer App in einen fremden Scanner
Es war wie ein Taxi, das wir jedes Mal bezahlen mussten — statt ein eigenes Auto zu besitzen.
Händler-Ablauf
Ein Scanner für alles — kein Werkzeugwechsel
An der Kasse muss es flüssig gehen. Kunden-QR und jede Packung laufen im selben durchgehenden Fluss — kein Springen zwischen verschiedenen Scannern.
Wie an der Supermarktkasse, wo Kundenkarte und alle Produkte über dasselbe Kassenband laufen — niemand wechselt dazwischen ans andere Gerät.
Neue Anforderung von JTI
Betrug muss nachweisbar werden
Auslöser: Händler fälschten Registrierungen oder gaben die Packungen nie aus — kassierten aber die Vergütung.
Damit ist jede Packung einzeln nachgewiesen — man kann nicht mehr behaupten, Ware ausgegeben zu haben, ohne sie in der Hand gehabt zu haben.
01 Warum es schwer ist
Kleingedrucktes lesen — hinter Glanzfolie, im Gegenlicht
- Winziger Punkte-Code (DataMatrix)
- Spiegelung der glänzenden Folie
- Fokus sitzt auf der Folie, nicht auf den Punkten
- Code füllt nur einen Bruchteil des Bildes
Eine Fußnote im Kleingedruckten vorlesen — hinter einer glänzenden Hülle, im Gegenlicht, ohne die Brille.
02 Warum es schwer ist
Wenn das Handy „D" als „S" liest
Beide Varianten sind formal gültig, also fällt der Fehler nicht auf: eine falsche Packung wird als echt verbucht (Datenintegritätsfehler).
Unsere Lab-Entwicklung
Wir haben nicht geraten — wir haben gemessen
Das Ergebnis der Messungen: verkleinern & leicht verwischen lässt die einzelnen Druckpunkte zu lesbaren Flächen verschmelzen.
Warum das funktioniert · zum Anfassen
Aus Punkten wird ein Bild
Ein Pointillismus-Gemälde besteht aus tausenden einzelnen Farbtupfern. Ganz nah sieht man nur Punkte — erst beim Herauszoomen verschmelzen sie zu einem erkennbaren Bild.
Genau dieser Effekt macht den gepunkteten Code lesbar: Verkleinern lässt die einzelnen Druckpunkte zu Flächen zusammenfließen.
Unsere Eigenentwicklung · Multipass
Ein Bild, viele Wege — gleichzeitig
Statt sich auf eine Bildaufbereitung zu verlassen, jagt unser Scanner jedes Kamerabild parallel durch viele Verarbeitungs-Durchläufe — Kontrast, Graustufe, Weichzeichnen, Invertieren und Kombinationen davon. Es gewinnt der Durchlauf, der den Code knackt. Wir nennen unser Verfahren „Multipass".
Das Ergebnis der Optimierung
Von „klappt oft nicht" zu „kurz draufhalten, fertig"
Keine fertige Lösung
Das löst bis heute keine kostenlose Bibliothek
Gepunktete DataMatrix-Codes unter glänzender Folie sind ein Sonderfall: Zahlreiche Nutzer der freien Standard-Tools beschreiben in den Foren exakt unser Problem — die Codes werden schlicht nicht erkannt. Wir mussten den Weg selbst finden.
Es gab kein Rezept zum Nachkochen. Alle frei verfügbaren „Kochbücher" hörten genau an der schwierigen Stelle auf — das Rezept haben wir selbst entwickelt.
Die LYO-Überraschung
Ein Produkt ohne Code
Track & Trace ist nur für nikotinhaltige Tabakware vorgeschrieben. LYO enthält keinen Tabak → fällt nicht unter die Pflicht → es gibt schlicht keinen eindeutigen Code.
Produktionsnummer = mehrdeutig (mehrere Packungen, gleiche Nummer)Eine Übersetzungsschicht baut die fehlende Eindeutigkeit selbst nach und gibt jeder Packung eine eindeutige „Platznummer".
OCR-Nummer → Charge → Produkt → eindeutiger CodeFür den Händler gedacht
Neu im Handling — Demo-Modus zum Üben
Der Scanner funktioniert komplett anders als alles zuvor. Damit kein Händler unter Druck an echten Buchungen üben muss, gibt es einen Demo-Modus — gefahrloses Trainieren, bis der Ablauf sitzt.
- Großer Rahmen — der gepunktete DataMatrix (EVO)
- Kleiner Kasten — der 8-stellige Code (LYO, per Texterkennung)
- Demo-Modus — üben ohne Folgen, bis es sitzt
Grundsätzliche Lösung · gebaut
Unser eigener Track-&-Trace-Generator
Statt eine mehrdeutige Nummer mühsam auszulesen, erzeugen wir für jede LYO-Packung selbst einen echten, eindeutigen DataMatrix-Code.
- Nach offiziellem Format gebaut (inkl. HMAC-Prüfsumme) — scannt wie ein echter
- Garantiert kollisionsfrei — kann nie mit realen T&T-Codes zusammenfallen
- Riesiger Code-Raum: ≈ 3,5 Billionen mögliche Codes je Produkt — Kollisionen praktisch ausgeschlossen
Wie eigene Kfz-Kennzeichen in einem reservierten Nummernkreis — sehen aus wie echte, funktionieren wie echte, überschneiden sich per Definition nie mit einem offiziellen.
Was wir jetzt haben
Das Ergebnis
- Kein iFrame, keine Miete — Teil unserer eigenen App
- Ein nahtloser Ablauf — Kunden-QR + alle Packungen in einem Scanner
- Keine Lizenzkosten — selbst gebaute, lokale Technik
- Betrug nachweisbar — jede Packung live geprüft & protokolliert
- Zwei Produktwelten — EVO & LYO im selben Scanner
- Optimiert, nicht geraten — 100 % Trefferquote, ~0,125 s
- Echte Eigenleistung — löst keine kostenlose Bibliothek
- Volle Kontrolle — jede JTI-Anforderung selbst umsetzbar
Fazit
Aus einer Blackbox wurde unser Werkzeug.
Eigen, messbar besser, kostenfrei, zukunftssicher — und flexibel genug für ein Produkt, das dafür gar nicht vorgesehen war.
Anhang · Zeitleiste